Vererbbare Erkrankungen der Atmewege

Atemwege

Die meisten Ursachen von Erkrankungen der Atemwege sind in den äußeren Umständen zu sehen. Besonders viele Patienten, welche unter COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung) leiden, haben in der Vergangenheit sehr stark geraucht. Das Lungenvolumen wird mit der Zeit geringer und es werden die Atemwege in Mitleidenschaft gezogen. Mittels Medikamenten kann diese Krankheit verlangsamt werden, wobei es besonders wichtig ist, mit dem Rauchen aufzuhören.

Anders gestaltet sich die Situation bei Alpha1, denn hier handelt es sich um eine Erbkrankheit. Die Patienten leiden von ihrer Geburt an unter Antitrypsinmangel, was zur Leberzirrhose und einem Lungenemphysem führen kann. Etwa 40 % der Patienten haben schon im Kindesalter eine Leberzirrhose und etwa 15 % müssen unter einem hepatozellulären Carcinom leiden.

Das schlimmste Problem ist die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), welche ab dem 30. Lebensjahr auftritt. Besonders wichtig ist für alle Patienten, dass sie in ihrem Leben niemals rauchen dürfen. Nikotin schädigt die Atemwege in besonders dramatischer Form. Es kommt zu einer zügigen Verschlechterung der Atemwege, was die Lebensdauer erheblich verkürzt. Ohne Zigaretten kann mit einer Lebenserwartung bis zu 55 Jahren gerechnet werden. Die meisten Patienten sterben an einem Lungenemphysem. Leider ist im Moment diese Erkrankung nicht heilbar, aber die Atemwege können mit Sprays freigehalten werden. Besondere Bedeutung hat eine Grippeschutzimpfung, welche verhindert, dass die Atemwege zusätzlich belastet werden. Bei Lungenemphysem verordnen die Ärzte auch sehr gern eine Substitutionstherapie. Ein weiteres Problem stellt bei dieser Erkrankung die Leber dar, welche im Rahmen der Behandlung ebenfalls im Auge gehalten und medikamentös versorgt werden muss. Um die Zerstörung des Lungengerüstes und der Leber aufzuhalten, bleibt am Ende nur noch die Möglichkeit einer Lungen- oder Lebertransplantation übrig. Mit welchem Organ begonnen wird, hängt von der Schwere der Erkrankung ab und ob ein entsprechendes Transplantat zur Verfügung steht. Auch Stammzellen können bei vererbten Krankheiten helfen und die Lebenserwartung verlängern.

Auch der Lungenkrebs steht im Verdacht, dass erbliche Komponenten eine Rolle spielen könnten. Bei dieser Erkrankung der Atemwege kann der Patient selbst etwas tun, um das Risiko zu minimieren. Besonders wichtig ist es, dass auf das Rauchen verzichtet wird. Auch in verrauchten Räumen sollte sich möglichst wenig aufgehalten werden, denn der passive Rauch kann über eine längere Zeit ebenfalls den Rachen schädigen und zu Problemen mit den Atemwegen führen. Sehr positiv wirkt sich eine sportliche Betätigung aus. Auch ein Spaziergang in sauberer Waldluft tut der Lunge gut. Leider kann niemand mit vollständiger Sicherheit sagen, ob die gesunde Lebensweise den Ausbruch des Lungenkrebses verhindern wird. In den meisten Fällen wird das Auftreten dieser Krankheit bei gesunder Lebensweise um einige Jahre nach hinten verschoben.

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