Wenn im Winter die Erkältung sesshaft wird

Hartnäckige Erkältung im Winter

Niesen, ­Husten und Kratzen im Hals kennt jeder. Gerade im Winter sind Erkältungen häufig und oft auch langlebig. Erwachsene sind im Jahr durchschnittlich 2-4 Mal erkältet, Kinder sogar zwischen 6-8 Mal. Kopf- und Gliederschmerzen, Husten und Schnupfen sind unangenehm, aber glücklicherweise meist nach einer Woche ausgestanden.

Warum Erkältungen gerade im Winter hartnäckig sind

Erkältungsbeschwerden treten vor allem im Winter auf, dafür gibt es mehrere Ursachen. Durch die Kälte sinkt die Körpertemperatur, wodurch sich die Blutgefäße in den Schleimhäuten im Mund- und Rachenbereich und in der Nase zusammenziehen. Dadurch verlieren diese an Feuchtigkeit, sie trocknen aus und bieten so den Erkältungsviren einen guten Nährboden. Dazu setzt auch die trockene Heizungsluft in geschlossenen Räumen den Schleimhäuten zu. Erkältungsviren finden hier ein gutes Wachstumsklima.

Bei Kälte ruht auch das Immunsystem

Bei niedrigen Temperaturen ist auch das Immunsystem weniger aktiv. Mangelnde Bewegung und frische Luft im Winter führen dazu, dass das Immunsystem weniger gefordert wird und nicht richtig in Schwung kommt. Zu guter Letzt begegnet man im Winter ­häufiger großen Menschenansammlungen in geschlossenen Räumen, etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln. Dadurch wird die Verbreitung der Erkältungsviren durch die Tröpfcheninfektion noch unterstützt. Die Viren werden durch Sprechen oder Niesen weitergegeben.

Was bei Erkältungen im Winter ­hilft

Den Körper vor Auskühlung zu schützen sollte eine erste Maßnahme sein. Warme Kleidung und Heißgetränke können hier helfen. Auch regelmäßig stoßlüften und die Erhöhung der Luftfeuchtigkeit in geschlossenen Räumen sind hilfreich. Daneben gilt es, auf ausreichendes Händewaschen, möglichst viel Bewegung und eine ausgewogene Ernährung zu achten. Hat die Erkältung doch zugeschlagen, lassen sich die Symptome durch verschiedene Mittel lindern. Die meisten Erkälteten greifen als Erstes zu Hausmitteln oder erfragen professionellen Rat in ihrer Apotheke. So können bei Husten pflanzliche Mittel die Bronchien dabei unterstützen, den Schleim hinauszubefördern. Extrakte aus Efeu, Thymian oder Eukalyptus finden hier Anwendung. Bei Halsschmerzen wirken Extrakte aus Salbei, Thymian und ­Isländisch Moos. Und wenn der Schnupfen quält, helfen abschwellende Präparate. Viel trinken unterstützt den Schleimfluss.

Wenn die Erkältung auch nach Wochen noch nicht wieder verschwunden ist

­Wenn die Erkältungsbeschwerden im Winter auch nach mehr als einer Woche noch nicht verschwunden sind oder sich noch Fieber einstellt, empfiehlt es sich, den Hausarzt zu konsultieren. Insbesondere gilt es auszuschließen, dass sich eine Lungenentzündung oder andere schwerwiegendere Erkrankungen entwickeln.

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